Innovationen in KMU besser fördern

BAT-Solutions im Austausch mit dem Wirtschaftsministerium. Zusätzliche Mittel für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)
Mehr denn je sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf staatliche Unterstützung für ihre Innovationen angewiesen. In Baden-Württemberg fordern vor allem die Veränderungen in der Automobilbranche eine technologischen Neu- bzw. Umorientierung dieser Unternehmen. Der Staat stellt dafür eine ganze Reihe Förderprogramme zur Verfügung. Nicht nur deren Beantragung, sondern vor allem die lange zeitliche Begutachtungsphase ist für viele KMU eine so große Herausforderung, dass viele Innovationen aktuell schlicht auf der Strecke bleiben.

Rastatt, März 2021. Noch vor Corona wurde bereits 2019 eine rückläufige Entwicklung der Innovationsausgaben für das Jahr 2020 bei den KMU vorhergesagt. Auch die Innovationsintensität wurde in den letzten 15 Jahren nicht erhöht. Doch nicht nur die Corona-Krise, sondern Veränderungen wie z.B. in der Automobilbranche fordern zwingend die technologische Neu- bzw. Umorientierung dieser Unternehmen.

Der Staat stellt dafür eine ganze Reihe Förderprogramme zur Verfügung. Jedoch stellen komplexe Antragsverfahren und langwierige Begutachtungsphasen für viele KMU eine zu große Herausforderung dar. In der Konsequenz bleiben mögliche Innovationen auf der Strecke.

Weil solche Umstände die Wirtschaft nachhaltig gefährden, schrieb die Geschäftsführerin von BAT-Solutions, Dr. habil. Maja Jeretin-Kopf, an Thomas Bareiß, den Beauftragten der Bundesregierung für den Mittelstand. Darin machte Jeretin-Kopf darauf aufmerksam, dass es im Jahr 2020 außergewöhnlich lange dauerte, bis positive Bescheide seitens der Projektträger versendet wurden. Sie appellierte an das Wirtschaftsministerium, gerade in der aktuellen Situation die KMU zuverlässig zu unterstützen, etwa durch Planungssicherheit bei der Förderung ihrer Innovationsprojekte.

In seiner schriftlichen Antwort erläutert Bareiß, dass Verzögerungen Anfang 2020 darauf zurück zu führen seien, dass viele Unternehmen Projekte noch bis Ende 2019 unter der alten Richtlinie eingereicht hatten. Somit hätten Anfang 2020 mehr als dreimal so viele Anträge wie sonst üblich zur Bearbeitung vorgelegen. Noch dazu hätten viele Unternehmen in erheblichem Umfang Laufzeitverlängerungen beantragt und erhalten. Daher konnten nicht alle Ende 2020 bewilligungsreifen Anträge auch 2020 beschieden werden. Jeretin-Kopf: „Es ist gut, dass der Haushaltsgesetzgeber auf diese Situation nun reagiert hat und dem ZIM für das Jahr 2021 zusätzliche Mittel in Höhe von 65 Mio. Euro zur Verfügung gestellt hat, allerdings verursachen Verzögerungen bei der Förderung immer auch Verzögerung von Innovationen im Mittelstand. Die mittelständischen Unternehmen müssen zuverlässig erfahren, wie sich ihre eigene Innovationskraft steigern lässt. BAT Solutions unterstützen die Unternehmen dabei und hoffen, dass die Förderprogramme die Zielgruppe schneller erreichen.“