Neues 3D-Druck Verfahren zum Patent angemeldet

Lars Lothspeich, BAT-Solutions GmbH

Lars Lothspeich, Ingenieur bei BAT-Solutions, entwickelt neues Fertigungsverfahren.

Schon seit den 1980er Jahren werden  additive Fertigungsverfahren, auch 3D-Druck genannt,  in den Unternehmen angewendet, um dreidimensionale Gegenstände zu erzeugen. Mit der Digitalisierung haben sich enorme weitere Potentiale ergeben: Selbst komplizierte Bauteile können jetzt, mit einem deutlich geringerem Materialeinsatz als mit der konventionellen zerspanenden Fertigung, hergestellt werden. Die Erfindung von BAT-Solutions Ingenieur Lars Lothspeich verspricht einen weiteren bedeutsamen Schritt in der Serienproduktion.

Rastatt, März 2021. Zwei Vorteile zeichnen den 3-D-Druck vor allem aus: zum einen die so genannte „Complexity for Free“,  also die Möglichkeit, Werkstücke in beliebiger Komplexität herzustellen.  Außerdem ist es unerheblich, wie viele Werkstücke hergestellt werden. Das bezeichnet man als Losgrößenunabhängigkeit.  So kann man Prototypen und Designvarianten schneller und kostengünstig  bereitstellen.

Unterdessen ist der industrielle Einsatz der 3D-Druck-Technologien noch immer eine Herausforderung, da die Bauteile ein großes Maß an Nacharbeit erfordern. Daher werden 3D-Druck-Technologien bislang zu wenig in die industriellen Kernprozesse des Unternehmens integriert.

Hier setzt die zum Patent angemeldete Lösung von Lars Lothspeich an. Mit seiner Erfindung einer „Vorrichtung für einen 3D-Drucker mit einem Druckbett“ will er die additive Fertigung robuster machen. „Aus meiner Sicht hat die Idee ein starkes wirtschaftliches Potential. Aus diesem Grund werden wir das Produkt auch entwickeln und wollen es 2023 auf den Markt bringen“, so die Geschäftsführerin von BAT-Solutions, Dr. habil. Maja Jeretin-Kopf.

Die Entwicklung erfolgt im Rahmen eines eigenen Forschungs- und Entwicklungsprojekts und in Kooperation mit einem weiteren mittelständischen Unternehmen. Im Rahmen des Förderprogramms WIPANO Unternehmen – Patentierung (BMWi)  bekam BAT-Solutions vom Projektträger Jülich eine Förderzusage. BMWi trägt dabei 50% der mit der Patentierung verbundenen Kosten. Lars Lothspeich, B. Eng., hat einen Bachelorabschuss im Bereich Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Fahrzeugbau (2019). Im Rahmen seiner Bachelorthesis befasste er sich mit der Verkettung der Werkzeugmaschinen und entwickelte für ein Konstruktionsbüro ein Modulbaukasten für die Planung und Kalkulation von der Verkettung von Werkzeugmaschinen im Bereich KMU. Bei BAT-Solutions GmbH ist Herr Lothspeich seit Mai 2020 als Projektingenieur tätig und leitet vor allem die Konzeption und Planung der Innovationsprojekte im Bereich Additive Fertigung und Mechanische Komponenten und Anlagen. Seine Erfindung „Vorrichtung für einen 3D-Drucker mit einem Druckbett“ für dreidimensionale Produkte wurde am 12.02.21 zum Patent angemeldet (DPMA AZ 10 2021 103 402.7, Durm Patentanwälte PartG mbB, Patentanwalt Dr. Petirsch).